Kennt Ihr 'Paulette'?
...ich hoffe nicht, oder zumindest nicht real ;-)
Hallo zu meinem neuen Blog LEBEN live & pur!
Einsteigen möchte ich mit einer Kinorezession, da ich leidenschaftlich gern ins Kino gehe.
Meine Rezession heute: der neue Film >> PAULETTE
Regisseur: Jérôme Enrico
Hauptrolle: Bernadette Lafont
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Kurzabriss der Story
Oma Paulette ist eine ruppigge 80jährige alte Dame. Sie und ihr Mann hatten ein Restaurant. Es ging pleite, ihr Mann verstarb und seit Jahren lebt sie nun von einer kleinen Rente. Langweilig? So scheint es…doch die verbitterte Paulette sieht das Geld auf der Straße und fragt sich in ihrer etwas burschikosen und frechen Art durch….bis sie erfährt, dass man super Geld verdienen kann, und zwar mit dem Drogenverkauf.
Eindruck
Ich kam ganz unbedarft an den Film. Zwar sah ich einen Vorschau und fand diese ganz witzig, wenn man sich überlegt, dass eine alte Oma, mit Halstuch auf dem Kopf, alter Jacke und Tasche im Arm in dieses spezielle Geschäft von jungen frechen Leuten einsteigen will.
Nun, ich hatte abends frei, war in der Stadt und dachte mir , ein Gang ins Kino wäre doch ideal. Gesagt getan…der Kartenverkäufer schlug Paueltte vor. Ja warum nicht, dachte ich mir, schließlich war die Vorschau gut. An der Popcorn Theke fragte frau mich, wo ich hinein möchte…als ich es verrat, meine die Verkäuferin: der ist sicher gut, jeder kommt mit einem Lächeln herraus. Echt? Das wäre ja schon fast was neues….
Der Film fängt mit einer Rückblende an…man bekommt einen guten Eindruck von den Lebensentwicklungen dieser Frau (und einen kleinen Eindruck vom alten Frankreich) Und wenn man sich nun überlegt, warum sie in dieses Geschäft einsteigt, kommt man hier an einen kritischen Punkt – meiner Meinung nach: denn sie hat kein Geld und sucht Reste aus den Mülleimern – und oh wunder – hat dieses Leben satt. Zudem kann sie Ausländer nicht leiden. Wie unangenehm, dass ihr Enkel auch noch dunkelhäutig ist. …
Man merkt, dass der Film sehr gesellschaftskritisch ist und dies durch eine eher witzige und abstruse Idee das ganze beleuchtet. Mir gefällt die Idee nicht, dass man scheinbar so einfach in dieses Geschäft einsteigen kann. Zudem sieht es so aus, dass sie eigentlich gut mit ihrer Masche durchkommt und es ihr einen guten Lebensstandard ermöglicht, mit wenig Risiken.
Was der Film aber wirklich gut macht, ist diese Schieflage, dieses Spannungsfeld zwischen Arm, den Wünschen nach Geld und kriminellen Reichtum gut zu meistern. Er besticht auch mit guten Wendungen, denn schließlich ist Paulettes Konkurrenz zu den bestehenden Dealern. Das bekommt sie bald am eigenen Leib zu spüren….und ist clever genug, sich etwas einfallen zu lassen (was, wird hier nicht verraten ;-) Das bescherte dem Publikum und mir so manchen Lacher.
Eine richtige Moral hat der Film meines Erachtens nach nicht, bis auf die Tatsache : Not macht erfinderisch. Aber bitte: nicht kriminell werden!
Betrachtet man es einfach als schwarzen Humor oder Persiflage, dann ist es ein wirklich netter französischer Film…wieder mal gelungen, nach z.B. dem Erfolg 'Willkommen bei den Sch'ties‘; mal wieder etwas lustiges abstruses in den deutschen Kinos: Voilà
– ein wirklich sehr guter empfehlenswerter Film.
Er erhält von mir vier von fünf Punkten nur wegen dem kritischen Thema der Kriminalität, dessen sich die Filmemacher bedienen. Ansonsten hat er meines Erachtens nach einen wirklich guten netten Spannungsbogen, nette Wendungen, amüsante Schauspieler. Den Film ist wahrscheinlich für diejenigen interessant, die sich ab Mitte Zwanzig aufwärts für französische oder gesellschaftskritische Filme interessieren. Er eignet sich gut für einen gemütlichen Abend allein, zu zweit, mit Freunden oder auch mit der Familie…Ein Film der mir beim rausgehen ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert hat :-)
Und was haltet Ihr von 'Paulette' und der Story?
Hallo zu meinem neuen Blog LEBEN live & pur!
Einsteigen möchte ich mit einer Kinorezession, da ich leidenschaftlich gern ins Kino gehe.
Meine Rezession heute: der neue Film >> PAULETTE
Regisseur: Jérôme Enrico
Hauptrolle: Bernadette Lafont
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
Kurzabriss der Story
Oma Paulette ist eine ruppigge 80jährige alte Dame. Sie und ihr Mann hatten ein Restaurant. Es ging pleite, ihr Mann verstarb und seit Jahren lebt sie nun von einer kleinen Rente. Langweilig? So scheint es…doch die verbitterte Paulette sieht das Geld auf der Straße und fragt sich in ihrer etwas burschikosen und frechen Art durch….bis sie erfährt, dass man super Geld verdienen kann, und zwar mit dem Drogenverkauf.
Eindruck
Ich kam ganz unbedarft an den Film. Zwar sah ich einen Vorschau und fand diese ganz witzig, wenn man sich überlegt, dass eine alte Oma, mit Halstuch auf dem Kopf, alter Jacke und Tasche im Arm in dieses spezielle Geschäft von jungen frechen Leuten einsteigen will.
Nun, ich hatte abends frei, war in der Stadt und dachte mir , ein Gang ins Kino wäre doch ideal. Gesagt getan…der Kartenverkäufer schlug Paueltte vor. Ja warum nicht, dachte ich mir, schließlich war die Vorschau gut. An der Popcorn Theke fragte frau mich, wo ich hinein möchte…als ich es verrat, meine die Verkäuferin: der ist sicher gut, jeder kommt mit einem Lächeln herraus. Echt? Das wäre ja schon fast was neues….
Der Film fängt mit einer Rückblende an…man bekommt einen guten Eindruck von den Lebensentwicklungen dieser Frau (und einen kleinen Eindruck vom alten Frankreich) Und wenn man sich nun überlegt, warum sie in dieses Geschäft einsteigt, kommt man hier an einen kritischen Punkt – meiner Meinung nach: denn sie hat kein Geld und sucht Reste aus den Mülleimern – und oh wunder – hat dieses Leben satt. Zudem kann sie Ausländer nicht leiden. Wie unangenehm, dass ihr Enkel auch noch dunkelhäutig ist. …
Man merkt, dass der Film sehr gesellschaftskritisch ist und dies durch eine eher witzige und abstruse Idee das ganze beleuchtet. Mir gefällt die Idee nicht, dass man scheinbar so einfach in dieses Geschäft einsteigen kann. Zudem sieht es so aus, dass sie eigentlich gut mit ihrer Masche durchkommt und es ihr einen guten Lebensstandard ermöglicht, mit wenig Risiken.
Was der Film aber wirklich gut macht, ist diese Schieflage, dieses Spannungsfeld zwischen Arm, den Wünschen nach Geld und kriminellen Reichtum gut zu meistern. Er besticht auch mit guten Wendungen, denn schließlich ist Paulettes Konkurrenz zu den bestehenden Dealern. Das bekommt sie bald am eigenen Leib zu spüren….und ist clever genug, sich etwas einfallen zu lassen (was, wird hier nicht verraten ;-) Das bescherte dem Publikum und mir so manchen Lacher.
Eine richtige Moral hat der Film meines Erachtens nach nicht, bis auf die Tatsache : Not macht erfinderisch. Aber bitte: nicht kriminell werden!
Betrachtet man es einfach als schwarzen Humor oder Persiflage, dann ist es ein wirklich netter französischer Film…wieder mal gelungen, nach z.B. dem Erfolg 'Willkommen bei den Sch'ties‘; mal wieder etwas lustiges abstruses in den deutschen Kinos: Voilà
– ein wirklich sehr guter empfehlenswerter Film.
Er erhält von mir vier von fünf Punkten nur wegen dem kritischen Thema der Kriminalität, dessen sich die Filmemacher bedienen. Ansonsten hat er meines Erachtens nach einen wirklich guten netten Spannungsbogen, nette Wendungen, amüsante Schauspieler. Den Film ist wahrscheinlich für diejenigen interessant, die sich ab Mitte Zwanzig aufwärts für französische oder gesellschaftskritische Filme interessieren. Er eignet sich gut für einen gemütlichen Abend allein, zu zweit, mit Freunden oder auch mit der Familie…Ein Film der mir beim rausgehen ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert hat :-)
Und was haltet Ihr von 'Paulette' und der Story?
PB_Blog - 13. Sep, 13:09
